Der Vorstand des Automobil Club Niederelbe e.V. im ADAC hat den Beschluss gefasst, 2019 keinen Lauf zur Deutschen Rallycross Meisterschaft auszurichten.

Seit Jahren gehen die Qualität des Starterfeldes und damit die Attraktivität der DRX kontinuierlich zurück, wohingegen im internationalen Bereich Rallycross im Zuge der Einführung der FIA Weltmeisterschaft deutlich an Popularität gewonnen hat. Das Ansehen der heutigen DRX in Europa kann kaum tiefer fallen.
Insbesondere sind Qualität und Quantität in den höheren Divisionen der DRX deutlich zurückgegangen, Rennläufe unterschiedlicher Divisionen müssen zusammengelegt werden und bleiben dennoch unterbesetzt.

Die halbherzigen Maßnahmen zur Öffnung der nationalen Meisterschaft für internationale Teilnehmer und für entsprechende Werbung zeigen keinen Erfolg. Für die Verwendung des in der WM und EM durch die FIA eingeführten Einheitsbenzins konnte bis heute keine Freigabe erteilt werden. Damit wird Spitzenfahrern der Zugang zur Deutschen Meisterschaft verwehrt.

Die Präsentation der DRX in den Medien, die zuverlässige und zeitgerechte Bekanntgabe von Informationen und Ergebnissen sind seit Jahren einer Deutschen Meisterschaft unwürdig.

Ebenso seit Jahren wird die Verpflichtung für Fahrer, eigene Transponder bereitzuhalten, nicht durchgesetzt, sondern zum Veranstalter abgewälzt, gleichzeitig aber die Miethöhe kritisiert.

Mit der Absicht nunmehr eine weitere Einsteigerklasse einzuführen, wird aus Sicht des ACN der falsche Weg beschritten!
Statt die Spitze zu stärken und deren Attraktivität zu fördern ist nunmehr sogar beabsichtigt die Klasse der Super 1600 wegen mangelnder Teilnahme ganz zu streichen.

Motorsport kostet Geld! Wenn man in einer Deutschen Meisterschaft über die Ebene des Jedermann-Sports hinausgehen möchte, muss man auch diesem Umstand Rechnung tragen.
Mit dem Gewinnen von Fahrern in einer weiteren Billigklasse erreicht man nicht das notwendige Potential, um das sportliche Niveau und die Attraktivität in der DRX anzuheben.
Die negative Entwicklung führt auch zu einer Gefährdung für eine verantwortliche wirtschaftliche Durchführung von DRX-Veranstaltungen.
Der ACN hat bisher vergeblich auf die falschen Weichenstellungen hingewiesen und auch bereits die Möglichkeit seines Rückzugs aus der DRX angekündigt.

Wir bedauern, besonders mit Blick auf die heimischen Fahrer und die gute Zusammenarbeit mit unseren belgischen Freunden, dass wir den Weg der DRX so nicht weiter mitgehen können!

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