Liebe Freunde des Esterings und des Rallycrosssports

Seit Jahren begleiten uns Kommentare und Kritiken zu unserer Arbeit, Das ist auch gut so. Aber zunehmend erleben wir unqualifizierte, sachlich falsche und beleidigende Beiträge. Darauf wollen wir zum Ende der Saison 2019 reagieren:
Wir dachten eigentlich, dass es keiner Erläuterung bedürfe, dass unser Team vom Estering seit über 50 Jahren für den Rallycrosssport und den Estering unermüdlich arbeitet.
Es trifft uns, wenn wir mit wenig sachkundigen Bemerkungen oder Beleidigungen für unsere Arbeit von Menschen „belohnt“ werden, die offenkundig keine Vorstellung davon haben, wie eine Rallycrossveranstaltung realisiert werden kann und muss.
Unser Team arbeitet das ganze Jahr hindurch, um die Rennen vorzubereiten, durchzuführen und nachzubereiten. Wir arbeiten mit Herz, aber auch mit Kompetenz für unseren Sport, wir tragen die Risiken einer Veranstaltung. Dafür bekommt niemand Geld!
Ohne unsere Arbeit gäbe es keinen Rallycross auf dem Estering für die vermeintlichen Fans, die alles besser zu wissen scheinen, aber keinerlei Verantwortung tragen.

Wir haben 7 tolle Jahre mit der Europameisterschaft und der Weltmeisterschaft auf dem Estering erlebt. Dass es zunächst keine weiteren WRX-Läufe bei uns geben wird, hat mit den Abhängigkeiten von FIA und dem Rechteinhaber zu tun, mit denen der Veranstalter leben muss, oder verzichten muss. Ebenso wie mit den enormen Risiken, die die Möglichkeiten eines Vereins mittlerweile weit übersteigen. Wer diese übernehmen möchte, möge sich melden.

Wir sind auch nicht die Verursacher der Negativentwicklung der DRX. Im Gegenteil haben wir vieles auch zur Unterstützung der Auslandsrennen finanziell beigetragen. Unsere steten Hinweise zur Stärkung der DRX wurden allerdings nicht gehört. Aus Verantwortung haben wir in 2019 auf die Ausrichtung der DRX verzichtet und dies ausführlich öffentlich begründet.
Das Ergebnis gibt uns Recht. Der DMSB, die Fahrer, die Veranstalter sitzen endlich beisammen und suchen gemeinsam vielversprechend den Weg in eine erfolgreichere Zukunft. Der Estering ist 2020 auch wieder Veranstalter der DRX.

Natürlich bedauern wir gemeinsam mit unseren Zuschauern, dass es Lücken im Programm der beiden letzten internationalen Veranstaltungen gab. Das hätten wir auch gerne anders gehabt.
Wir laden die Kritiker ein, die entsprechenden Verhandlungen mit den Fernsehgesellschaften und den Rechteinhabern zu führen. Bei den Läufen zur WRX und ERX gehen die Einflussmöglichkeiten auf Termin, Starterfeld und Zeitplan gegen Null. Aber ohne TV und deren Werbewirksamkeit für die Sponsoren geht es nicht. Wir mussten uns den Folgen stellen.

Das Finale der TitansRX hatte sicher einen ungünstigen Termin. Das war für den Betreiber nicht veränderbar. Die TV-Zeiten lagen schon zu Jahresanfang fest. Einer neuen Serie muss man in der ersten Saison Zugeständnisse machen. Vor Ort können wir da wenig ändern.
Zum Starterfeld hatten wir alle Anstrengungen unternommen, weitere Klassen anbieten zu können. International hatten wir die Absichtserklärung von 15 Fahrern der S1600 vorliegen, die bis eine Woche vor der Veranstaltung auf 4 zusammenschmolz (Die Absagen waren nachvollziehbar begründet). Eine Streichung war daher unvermeidbar. Dafür gelang uns kurzfristig das Feld der Spezialcrosser auf 16 Starter aufzustocken (Die letzte Nennung kam Freitagnacht).
Gern lassen wir uns auch unterstützen, Teilnehmer für die Supportraces zu finden. Wir wären auch gespannt darauf gewesen, die Reaktionen zu hören, wenn wir deutsche Teilnehmer von dem gleichzeitig stattfindenden Endlauf der DRX abgeworben hätten.
Insgesamt geben wir dem Konzept von TitansRX eine gute Zukunft.

Auch über die Eintrittspreise wird gern Kritik geübt. Keiner der Kritiker verrät uns aber, wie wir die ständig steigenden Auflagen der FIA zur Streckensicherheit erfüllen können, wie die Baumaßnahmen zu bezahlen sind, ohne die die Streckenzulassung erlischt, wie die Stromerzeuger, das Sicherheitspersonal zu bezahlen sind und und und ….
Oder hilft von denen gar jemand bei der Eigenleistung die unser Team erbringt?

Der gewachsene Anteil unbedachter, unqualifizierter und beleidigender Äußerungen in den Sozialen Medien hilft der Gesellschaft nicht. Ihre Urheber leisten keinen positiven Beitrag. Sie greifen häufig genug auch das Ehrenamt an. Eine Folge ist, dass immer weniger Menschen sich für die Allgemeinheit und in Vereinen engagieren.

Wir setzen jedenfalls unsere ehrenamtliche Arbeit fort und hoffen weiterhin auf Kritik, aber bitte sachkundig und konstruktiv.

Das Estering Team

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